|
| |
Mit diesem Tool erhalten Sie mit einem einfachen,
EDV-gestützten und standardisierten Raster eine Entscheidungshilfe für den
Outsourcing-Prozess in verschiedenen Branchen und Bereichen. Dies soll jedoch nicht
heissen, dass auf Grund dieses Rasters auf eine genaue Analyse des zu beurteilenden
Betriebs verzichtet werden kann. Wir wollen Vorteile und Chancen des Outsourcings
aufzeigen. Gleichzeitig suchen wir Möglichkeiten, um Risiken und Gefahren oder falsche
Ansätze beim Outsourcing möglichst gering zu halten. Es geht uns auch darum aufzuzeigen,
dass Outsourcing nicht nur ein vorübergehender Trend ist. Es beinhaltet für Betriebe
einer gewissen Grösse Potential nicht nur im Bereich der Kosten-, sondern auch der
Prozessoptimierung.
Zahlreiche Begriffe im Facility Management und Outsourcing
sind nicht gefestigt.
Folgende Definitionen von Facility Management und Outsourcing liegen unserer Arbeit zu
Grunde:
Facility Management (FM)
FM hat die Aufgabe durch sinnvolle Verankerung von prozessorientierten
Modellen und Management-Methoden im Unternehmen, unter Sicherstellung maximaler
Qualität und Kundenzufriedenheit, die optimale wirtschaftliche Nutzung und
Verfügbarkeit sämtlicher Gebäude, Anlagen und Betriebsmittel zu garantieren.
Dabei wird zwischen gebäudeabhängigem FM und gebäudeunabhängigem FM
unterschieden.
"Gesamtheit aller Leistungen
zur optimalen Nutzung der betrieblichen Infrastruktur auf der Grundlage einer
ganzheitlichen Strategie"
"FM ist nicht Technik, sondern
angewande Betriebswirtschaft")
Gebäudemanagement (GM)
Im GM wird die gesamte Nutzungsphase eines oder mehrerer
Gebäude mit dem Ziel der Erhöhung der Wirtschaftlichkeit, der Werterhaltung, der
Optimierung der Gebäudenutzung und der Minimierung des Ressourceneinsatzes unter
Berücksichtigung des Umweltschutzes, betrachtet. Die Optimierung der Leistungen erhöht
die Qualität sowie die Wirtschaftlichkeit von Geäude und Betrieb und die damit
verbundenen Prozesse. Das GM gliedert sich in 4 Bereiche. Das kaufmännische, das
technische und das infrastrukturelle GM, sowie das Flächenmanagement.
"Gesamtheit der
technischen, infrastrukturellen und kaufmännischen Leistungen zur Nutzung von
Gebäuden/Liegenschaften im Rahmen desManagement"
(VDMA 24196)
Outsourcing
Outsourcing ist eine Management-Strategie, bei welcher,
die nicht zum Kerngeschäft gehörende Geschäftsbereiche ausgelagert und von einem
effizienten Dienstleister eingekauft werden; mit dem Ziel der Variabilisierung.
Zusätzlich verwenden wir als Grundlage folgende Normen:
 | DIN 32736, Entwurf vom Mai 1999, Gebäudemanagement,
Begriffe und Leistungen, als voraussichtlicher Nachfolger von
|
 | VDMA 24196, Gebäudemanagement, Begriffe und Leistungen
vom August 1996
|
Wir versuchen aber auch, noch ungefestigte Begriffe zu
definieren und festzulegen.
Mittels den Bewertungstools werden Sie durch das Thema
Outsourcing geführt und können auf Ihre Branche zugeschnittene Entscheidungsgrundlagen
abfragen. Auch den von einem Outsourcing Betroffenen sollen mit einer Fülle von
Informationen nicht nur die Gefahren, sondern die Chancen aufgezeigt werden.
Im Rahmen der Untersuchung ist es nicht möglich,
sämtliche Branchen und/oder sämtliche Bereiche des Gebäudemanagements zu erarbeiten.
Wir haben deshalb eine Auswahl getroffen. Folgende Branchen werden von uns bewertet und
kommentiert:
 | Banken
|
 | Versicherungen
|
 | Verwaltungen von Gemeinden mit mehr als 10'000
Einwohnern
|
Weitere Branchen sind in Bearbeitung!
Folgende Bereiche des Gebäudemanagements, werden
von uns für die obengenannten Branchen untersucht:
Technisches
Gebäudemanagement |
Infrastrukturelles
Gebäudemanagement |
Kaufmännisches
Gebäudemanagement |
 | Betreiben |
 | Dokumentieren |
 | Energiemanagement |
 | Informationsmanagement |
 | Modernisieren |
 | Sanieren |
 | Umbauen |
 | Überwachen der Garantieleistungen |
|
 | Catering |
 | EDV-Dienstleistungen |
 | Gärtnerdienste |
 | Hauswartung |
 | Interne Postdienste |
 | Kopier- und Druckereidienste |
 | Parkingbetrieb |
 | Reinigungs- und Pflegedienste |
 | Sicherheitsdienste |
 | Umzugsdienste |
 | Waren- und Logistikdienste |
 | Winterdienste |
 | Zentrale Telekommunikationsdienste |
 | Entsorgen / Versorgen |
|
 | Beschaffungsmanagement |
 | Kostenplanung und
-kontrolle |
 | Objektbuchhaltung |
 | Vertragsmanagement |
|
| Flächenmanagement |
|
|
 | Nutzerorientiertes Flächenmanagement |
 | Anlagenorientiertes Flächenmanagement |
 | Immobilienwirtschaftlich orientiertes Flächenmanagement |
 | Service orientiertes Flächenmanagement |
 | Dokumentationen |
|
|
|
Wir bewerten die Branchen und Bereiche nach
folgenden Kriterien:
 | Umsetzung
|
 | Kostenoptimierungspotential
|
 | Kosten der Umsetzung
|
 | Akzeptanz bei den Mitarbeitern
|
 | Akzeptanz bei den Aktionären
|
 | Akzeptanz bei der Öffentlichkeit
|
 | Schnitt- und Nahtstellen
|
 | Motiv
|
 | volkswirtschaftliche Bedeutung
|
 | Firmenkultur
|
 | Dauer der Umsetzung
|
 | Verfügbarkeit der Anlagen
|
 | Risiken
|
 | Qualitätslevel
|
 | Flexibilität
|
 | Wertsteigerung der Immobilien
|
 | Personalmarkt
|
 | Kostentransparenz
|
 | Prozessvereinfachung
|
Um diese Bewertung vergleichbar zu machen, verwenden wir
eine Bewertungsskala von A (sehr gutes Potential, sehr gutes Kosten- /Nutzenverhältnis,
einfach umsetzbar), bis F (schlecht, nicht empfehlenswert, zu teuer, nicht umsetzbar,
hohes Risiko).
Organisationsform:
Heute treten verschiedene Formen der
organisatorischen Stellung im Bereich Gebäudemanagement in Erscheinung. Grundsätzlich
kann zwischen internen und externen Strukturen unterschieden werden, wobei 5
unternehmenspolitische Strategieansätze möglich sind.
Unternehmensintern:
Variante 1: dezentral in Logistikeinheiten
integriert
Variante 2: internes Profitcenter
Unternehmensextern:
Variante 3: Tochtergesellschaft
Variante 4: Tochtergesellschaft mit
Beteiligung eines externen Knowhow-Trägers
Variante 5: Fremdvergabe
Als zentrale Entscheidungseinflüsse erweisen sich die
Komplexität der Bewirtschaftungsaufgabe, die Dynamik des Kerngeschäftes und die
Abgrenzung, resp. Beziehung zwischen dem Besitzer, Benutzer und dem Betreiber der
Liegenschaften.
Jedem dieser zentralen Einflussfaktoren lassen sich
Oberziele mit operablen Zielkriterien zuordnen, mittels denen die Strategieansätze
bewertet werden. Die Oberziele werden mit den Begriffen Professionalität,
Entscheidungsfreiräume und Marktmechanismen umschrieben.
Grundsätzliche Aussagen:
 | Hohe Komplexität bedingt hohe Professionaliät. Ist die
vorhandene Professionalität in der Unternehmung genügend, kommen sowohl interne wie
externe Varianten in Frage.
|
 | Hohe Dynamik des Kerngeschäfts bedingt Konzentration
auf das Kerngeschäft und Schaffung von Entscheidungsfreiräumen. à Outsourcing.
|
 | Mit dem Punkt Abgrenzung, resp. Beziehungen zwischen
Besitzer, Betreiber und Benutzer, sollen die Kostenvorteile des freien Marktes zum Tragen
kommen. Bei hoher Komplexität muss der Benutzer darauf achten, dass er genügend Einfluss
und Kontrolle über den Betreiber hat, weil er sonst Gefahr läuft, in eine Abhängigkeit
zu geraten.
|


|